Was passiert hier?

Freimuth Eigenbier gibt unaufgefordert Tipps, macht manchmal Cartoons, fotografiert wild in der Gegend rum und ist ferner ein Genie der Alltagslyrik. Kann auch vorkommen, dass er von sich selbst oder über Medienkram schreibt.

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Freitag, 2. Mai 2008

Väter, hört die Signale!


Schade,
...dass mir erstens dieser Titel nicht schon früher, gestern zum Beispiel, eingefallen ist.
...und dass, zweitens, ein Text zu diesem Titel nicht existiert. Der hätte sich dann schön mit den Widrigkeiten des aktuellen Kalenderjahres beschäftigen können! Ostern so früh, dementsprechend früh Karneval / Fastnacht / Fasching, auch Pfingsten! UND! Oh Graus! Eben gestern: Christi Himmelfahrt am 1. Mai -- und mit Christi Himmelfahrt für gottlose und quartalssaufende Bollerwagenpiloten eben Vatertag! Bitter, bitter, bitter.
...und noch trauriger ist, das Bild will so gar nicht passen.
Was soll's. Zurück an die Arbeit, Väter ...und Mütter! Und Sie, ja Sie! Sie fahren jetzt gefälligst mal gen Himmel auf, ja?


Montag, 28. April 2008

Luxusprobleme


Wenn Olli Kahn demnächst viel Freizeit hat, werden eventuell die Länderspiel-Übertragungen des ZDF noch weiter über die Grenze des Erträglichen hinaus gedrängt. Schlimmer aber ist, dass man kaum noch wird ins P1 gehen können. Mist aber auch.

Samstag, 12. April 2008

'Bild' ist besser als Gott

Vorab eine Abschweifung, wenn nicht gar ein theologischer Exkurs:
Eines hab ich nie verstanden-- ist nicht der Sündenfall die Voraussetzung dafür, dass Adam seine Frau Eva erkennt und sie in Folge dessen schwanger wird (1.Mose, 4:1). Ist also nicht der Sündenfall (1.Mose, 3) Voraussetzung dafür, dass der Mensch Gottes Weisung, "seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde" (1.Mose, 1:28) gerecht wird? Paradox, oder?

Es wird noch besser: Wer hat das eigentlich lektoriert? 1.Mose 1:27, ich zitiere: "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; schuf sie als Mann und Weib." (meine Hervorhebung) -- Kurz darauf, 1.Mose, 2:18, "Und der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei." (Luthers Hervorhebungen, bzw. die meiner Ausgabe, das mit dem "HERR" ist aber allgemein üblich) ..und dann kommt das mit der Rippe -- also was jetzt? Erst Mann dann Frau, oder beides zugleich, und dann noch ne Frau? (Nachtrag, nach Rücksprache mit theologischen Fachleuten, 15.4.08: Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Versionen, verschiedener Entstehungszeit, welche nebeneinander überliefert wurden.)
So. Jetzt zur aktuellen Bild-Kampagne.

Mal angenommen Sie wurden gerade in nen frisch geschaffenen Garten Eden geschmissen, bzw. aus der Rippe ihres Mannes geformt, der vorher in eben jenen Garten geschmissen worden war und der liebe Gott sagt Ihnen, Sie dürfen sich überall bedienen, dem Schwein, das vorbeiläuft wuchtig in die Hüfte beißen, zum Beispiel, oder vom Steakbaum naschen, während Ihnen die Brathähnchen in den offenen Mund flattern (kann sein, dass ich Genesis und Schlaraffenland n bisschen durcheinanderbringe)-- NUR! nur vom Baum der Erkenntnis (von Gut und Böse) dürfense nicht essen. Zuviel verlangt? Eigentlich nicht. Wenn Gott das sagt. Sollten Sie nun, wie auch immer, direkt durch ne Schlange, oder indirekt von der verführten Frau in Versuchung geführt werden, Gottes Weisung zuwider doch von eben jenem Baume zu essen... na dann würden Sie, die sie zu zweit auf der Welt sind, doch bestimmt zuerst in die Bild-Zeitung gucken, oder? Auf die kann man sich doch verlassen.

Wie genau passt eigentlich die Genesis in der Bild-Kampagne mit den Dinosauriern zusammen, welche Bild vor nem nahenden Asteroiden gewarnt hätte? Und, wenn die hätten lesen können und Axel Springer damals schon für die Einheit Deutschlands etc. geschrieben hätte, was, ja was in aller Welt hätten die gemacht? Bunker gebaut?


Sonntag, 1. April 2007

Fastenzeit ist's, oh Christenheit

Aus aktuellem Anlass, schließlich wird bis Sonntag (...oder doch Freitag?) gefastet (oder so).


Wo kommen wir eigentlich hin, wenn selbst die "Betroffenen", ihre Bräuche, ihre traditionelle Selbstkasteiung richtigzuschreiben nicht in der Lage sind? Was für Zeiten sind dies? ...außer Aus-Zeit und Fasten-Zeit? Sollten wir nicht einfach mal inne-halten, los-lassen und vielleicht sogar uns be-sinnen? Nein? Auch egal.


Sonntag, 11. Februar 2007

Pokerwahn nimmt Überhand


...spätestens wenn Titten nicht mehr genug sind.

Montag, 22. Januar 2007

Vanille > Turmfalke

Nicht viel Zeit ist ins Land gegangen seit ich erfuhr, der Turmfalke sei Vogel des Jahres. Nicht irgendeines Jahres, nein, der Vogel des Jahres 2007. Vorgänger in diesem noblen Amte ist niemand geringeres als der Kleiber. Nun, Sie werden sich wahrscheinlich fragen: Wer? Dieser komische ZDF-Nachrichtenmann, der den Kopf so gerade hält, bei schiefem Oberkörper, den Kopf also relativ... nee, Moment: absolut gesehen, schief hält? Und dabei so funkel-funkelnd mit den Augen bläut? Nein. Nicht der Kleber, der Kleiber.
Heute jedoch las ich, Vanille sei von Uniteis (dem Verband der italienischen Eishersteller in Deutschland) zur Eissorte des Jahres 2006 gewählt worden. Mir wurde warm ums Herz, sommerlich sozusagen: Mir verlangte gleich nach einem Esslöffel jener Göttergabe, direkt aus dem Kanister, vor dem Gefrierfach stehend, dabei war's sieben uhr morgens und außer einem Kaffee gab's nichts zum Frühstück.
Schon schön, dass es trotz Anzeigenflaute und Abonnentenschwund noch so viele Zeitungen mit so vielen Seiten voller Spalten gibt, die es tagein, tagaus zu füllen gilt. Sonst erführe man derart wichtige Neuigkeiten nie.
Doch, ach!
Ich kam nicht umhin, mich zu fragen: Ist das denn fair? Nein! Natürlich nicht! So ein Vanilleeis müht sich ab ein Jahr lang, inklusive eines heißen Sommers. Es lässt sich löffeln und schlecken, hörnchen-, becher-, tonnenweise gar. Vanille geht dahin wo's wehttut, dahin wo die mutigsten Männer nie hinzugehen wagen: die Münder von Millionen. Welch grausiges Schicksal wird der gebeutelten Leckerei zuteil? Kleine depperte Kinder lassen es ungeschickt fallen und danach links im Dreck der Straße liegen. Als wäre das nicht genug, muss ein Klassiker wie Vanille -- ja, sehr richtig, ein Klassiker! -- sich von Schlumpfeisfetischisten und After-Eight-Löfflern vorwerfen lassen, es sei langweilig! LANGWEILIG! Sagt mal! Habt ihr sie denn noch alle (die Tassen im Schrank, Kugeln im Becher etc.)?
Ein Hoch, also, auf das verdiente Vanilleeis! Es ist aller Ehren wahrlich würdig! Es behauptet seine Stellung in dieser ihm nicht wohlgesonnen Welt, stellt sich Widerständen und Widrigkeiten. Ich wage zu sagen, wir sollten uns alle eine Scheibe von ihm abschneiden! Ein Vorbild soll uns die Vanille sein!
Und der Turmfalke? Bekommt seinen Titel, seine Lorbeeren lange bevor's so richtig losgeht! Vollkommen unabhängig von seinen Leistungen! Was ist, wenn er einfach mal n ruhiges Jahr hinlegt, zum Beispiel gar nicht erst aus dem Süden heimkommt? (Haha) Ja, was dann ihr Ornithologen? So n Bisschen Zittern, Flattern oder wie das heißt! Pah! Wie weiß noch gleich der Volksmund: Man soll den Vogel nicht vor dem Abend loben.


Sonntag, 21. Januar 2007

60 Silben für die Ewigkeit (4)

Wer ist das eigentlich,

der abends den Hammer
schwingen zu müssen glaubt?
Oder, schlimmer noch, meint,
dass Schraube und Dübel
ihr Loch dringend um 9
noch benötigen? Ja,
leider meine Nachbarn
und nicht irgendwer am
andern Ende der Stadt.

Montag, 15. Januar 2007

60 Silben für die Ewigkeit (3)

Wäre ich Physiker,
plagten mich sicherlich
ungeheure Zweifel
an der Re-a-lität.

Ein Zug, der ÜBERALL
hielt', stünde nicht nur still,
NEIN! er wär sogar
allgegenwärtig. So
sieht's doch aus, liebe Bahn.
Hier ein Referenzbild:


[Ja, ich kann ein Gedicht mit einem Hinweis auf ein Bild beenden. Erfüllt die mir selbst auferlegten formalen Anforderungen. Ätsch.]

Freitag, 12. Januar 2007

60 Silben für die Ewigkeit (1)

Wenn Clowns in deinem Kopf

jongliernd Einrad fahren
(immer im Kreis herum),
ist das zwar ganz lustig,
aber es lenkt auch ab.
(Publikum, Kapelle,
Applaus und Gelächter.)

Und was ist, fallen sie
einer nach dem andern
ganz einfach so auf's Maul?

Montag, 18. Dezember 2006

Christen, Agnostiker und Atheisten aufgepasst!

Aufgepasst und hergehört, Ihr, die euch diese eine Frage seit ewigen Zeiten umtreibt-- Problem gelöst, Antwort gefunden:

Wenn etwas Gottes Existenz klar widerlegt, ...dann wohl jeder Weihnachtsmarkt, geschaffen, um Städte --wenn nicht welt- dann zumindest Deutschlandweit-- mit Kram und Zeug zuzuknallen, mit Glühwein, Punsch und Erbrochenem durchzuspülen.

Fröhliches Chanukka allerseits.

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Lebensweisheiten, unaufgefordert zum Besten gegeben (1)

Wer auf die Frage "Können Sie mich hören?" mit "Nein" antwortet, lügt-- oder kann Lippen lesen.