Was passiert hier?

Freimuth Eigenbier gibt unaufgefordert Tipps, macht manchmal Cartoons, fotografiert wild in der Gegend rum und ist ferner ein Genie der Alltagslyrik. Kann auch vorkommen, dass er von sich selbst oder über Medienkram schreibt.

Freitag, 24. April 2009

In Übersetzung verloren

Lustige neue Kategorie!
Schon mal gewundert über fragwürdige Titelübersetzungen von Filmen und/oder Büchern?
Zum Beispiel darüber, dass "Quantum" seit James Bond ein ersatzloses Lehnwort und kein Fremdwort mehr ist? Ein Bisschen Trost, oder Ein Wenig, oder gar Ein Quäntchen... wäre doch alles drin gewesen, oder nicht? Wohl nicht cool genug.
Wer auch immer dafür zuständig ist, in diesem Bereich wird viel Unfug getrieben. Manchmal ist die Empörung oder die Belustigung auch unberechtigt: der Bond-Film Tomorrow never dies war mit Der Morgen stirbt nie eigentlich ganz treffend übersetzt. Auf Plakaten auch mal Der MORGEN stirbt nie. Der "Morgen" ist nämlich die Zeitung des Bösewichts, und heißt im Original "Tomorrow". Der Bösewicht war aber nicht Hubert Burda und der Satz auf deutsch ergab auch irgendwie keinen richtigen Sinn mehr, da der schöne Klang und die fast poetische Bedeutung beim Übersetzen verloren ging, "lost in translation," wie man auf Englisch und nicht "Neudeutsch" sagt. (Dieser Gleichsetzung von Englisch und "Neudeutsch" widmet sich auch der letztwöchige "Wörterbericht" der ZEIT, ca. 7 Monate nach diesem Blog, aber ich schweife ab.)
Aber um auch mal außerhalb jeglicher Einklammerung abzuschweifen, der Film sollte eigentlich Tomorrow never lies heißen, und so oder so ging auch jegliche Anspielung an den Beatles-Song "Tomorrow never knows" verloren.

So. Nun zur Eröffnung, gleich mal zwei Ausnahmen:
Besonders dämlich sind nämlich Fantasiefremdsprachtitel. Wie zum Beispiel: Radio Rock Revolution. Kaum zu glauben, dass der Film so heißt. Heißt er ja auch nicht. Der heißt The Boat that rocked. Klassischer Fall von nicht zu übersetzendem Wortspiel, schließlich meint das englische Wort "to rock" so viel wie "schaukeln," allerdings erfuhr es einen gewissen Bedeutungswandel.
Aber es muss ja nicht immer Englisch sein. Französisch geht auch (nicht).
Der Film, der auf deutsch als C'est la vie verdummt wurde, trägt im Original den Titel Le premier jour du reste de ta vie -- warum diesen nicht wörtlich übersetzen, in all seiner Klischeehaftigkeit?


Donnerstag, 16. April 2009

She did it


...Angela Merkel hat's geschafft! Gestern trat sie in einer South Park-Folge auf, wenn auch nur kurz. Kann man auf der offiziellen Seite der Serie online streamen-- hier.

Montag, 6. April 2009

Nimm das, Bono!

Ich hab mir vorgenommen, bei nächster Gelegenheit "No Line on the Horizon", das neue Album von U2 illegal runterzuladen, nur ums dann ungehört zu löschen. Ist wie ne CD verbrennen nur ohne dafür Geld zu verschwenden. Superb.

Dienstag, 31. März 2009

Video zu aktuellen Entwicklungen

...zum Rücktritt, bzw. Verzicht auf erneute Kanditatur Ihrer Wahl:

Sonntag, 22. Februar 2009

Gebet

Herr, gib uns Schnitzel
Gib uns Pommes und auch
Jägersoße. Denn, Herr,
Brot gab's lang genug.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Wilhelminische Ironie

Als dieser noch Generalsekretär der CSU war, schrieb ich bereits schon mal über den neuen Wirtschaftsminister, Karl-Theodor [....] Freiherr von und zu Guttenberg. Und am Montag gleich noch mal. Während aber viele Medien, darunter nicht nur die BILD-Zeitung, sondern auch SPIEGELonline und die Süddeutsche einem manipulierten Wikipedia-Artikel zum Opfer fielen, und das entscheidende "[...]" nicht korrekt, sondern um einen falschen "Wilhelm" erweitert abdruckten, war der Name wo richtig zu lesen? Genau. Bei mir.

Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg

Aber auch nur, weil ich den Namen schon vor Monaten aus dem entsprechenden Artikel kopiert hatte. Krone der Ironie ist aber, dass die TITANIC in ihrer "guten Nachricht vom [gestrigen] Dienstag" auch den überlangen Namen inklusive des schwarzen Peters benutzte. Aber ironisch ist das nur weil..., oder vielleicht auch gar nicht, schließlich belegt es ja das Modell der Informationsgesellschaft, welches das endgültige Satiremagazin unlängst präsentierte:
Wikipedia zitiert aus der Presse, Presse schreibt ab von Wikipedia usw.


Montag, 9. Februar 2009

Neuigkeiten diese Woche

Kabel1 zeigt heute abend "Stop! Oder meine Mami schießt!" -- bekanntlich ein Karrierehöhepunkt Sylvester Stallones und einer der "besten Filme aller Zeiten."

Der Mann mit dem furchtbar langen Namen, genau:
Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg
wird wohl bald neuer Wirtschaftminister. Aber er wird da wohl auch seinen Künstlernamen "Karl-Theodor zu Guttenberg" benutzen. Pffff.

PS.: Stallone mag den Film so gern, er verteilt Geld, wenn man ihn drauf anspricht. Naja, so ähnlich. Er gibt einem wohl das Geld für die Kinokarten zurück. Aber das ist doch was Gutes, oder?