Was passiert hier?

Freimuth Eigenbier gibt unaufgefordert Tipps, macht manchmal Cartoons, fotografiert wild in der Gegend rum und ist ferner ein Genie der Alltagslyrik. Kann auch vorkommen, dass er von sich selbst oder über Medienkram schreibt.

Samstag, 29. November 2008

Nicht alles, was bei Preisverleihungen passiert...

...ist gleich ein "Eklat." Streng genommen war Reich-Ranickis Ablehnung des Fernsehpreises keine, und das hier schon gar nicht, liebe BILD-Zeitung.

Mir scheint das eher der Höhepunkt der Veranstaltung gewesen zu sein (der Vergleich zu anderen Preisträgern, nicht zwingend die Glas-Pointe), und außerdem-- das trägt der oben verlinkte BILD-Artikel zusammen, allerdings ohne es zu schaffen, im gleichen Tempus zu bleiben -- macht Raab sich jedes mal beim Bambi über Frau Glas lustig (Zitat):

• 2007 sagte Raab: „Auf dem Münchner Oktoberfest hat ein Gast einen Geist in einer Geisterbahn verprügelt. Das Monster ist kaputt, aber glücklicherweise ist Uschi Glas eingesprungen.“
• 2004 ätzte Raab: „Ich wusste gar nicht, dass Uschi Glas Hautcreme verkauft. Ich hatte zwar mal so eine Werbung gesehen, aber das hat auf mich den Eindruck gemacht, sie würde Falten verkaufen.“
• 2002 giftet [sic] Raab: „Es ist ja kein schlechtes Omen, wenn jemand für Uschi Glas singt – der letzte war allerdings Roy Black.“

Donnerstag, 20. November 2008

Fliegender Zirkus, du Rohr!


Neu: der Monty Python-Kanal auf YouTube, der sich oben selbst vorstellt. Da gibt's prakitsch alle Klassiker, auch in guter Qualität. Den "schwarzen Ritter"... das "Ministry of Silly Walks"... usw.usf.

Mittwoch, 19. November 2008

Na, darauf hamwa doch gewartet!

Angeblich sei geklärt, dass Hitler tatsächlich nur einen Hoden gehabt habe. Sagt uns u.a. das Hitler-Unsinn-melde-Medium Nr.1.
Oha. Das belegten "wissenschaftliche Aufzeichnen."
Who the fuck cares? Das macht aus 6 Millionen auch nicht 2!

Schön wird dies übrigens vom Hitler-Blog der taz behandelt: "Endlich wird mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass Politiker früher noch Eier hatten…"

Samstag, 8. November 2008

War das was?

Wahlen in Amerika zum Beispiel?

...nur 23 Stunden nachdem Barack Hussein Obama (II.) zum vierundvierzigsten Präsidenten der USA gewählt wurde, wurde am Mittwochabend die South Park-Folge "About Last Night..." ausgestrahlt. Hier kann man sie sich anschauen.

Nr. 43 ist zwar immer noch im Amt, bis zum 20.1. um genau zu sein, aber es gibt schon n schönes Abschiedslied, vorgetragen netterweise von ihm selbst, John Lennons "God"--


Dieses kleine cut-up-and-mix-Meisterwerk stammt wie auch schon der Track "Imagine This" (auch gut, gibt's hier als Video) vom Mash-up-DJ, der sich Wax Audio nennt.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Die Ferres war auch da*

(oder: Die Leiden des alten R-R)

Während ich dies schreibe, vergehen die letzten Minuten der diesjährigen Verleihung des deutschen Fernsehpreises (bzw. der Ausstrahlung von deren Aufzeichnung)--still flimmernd auf meinem Fernsehschirm, und die Tatsache, dass V.F. doch noch (irgendwas) gewonnen hat, hieße mich eigentlich meinen Titel abzuändern, aber darauf verzichte ich ohne schlechtes Gewissen.

Die Oscar-Verleihung ist ja schon schwer über die volle Länge zu ertragen, eine jede der deutschen Preisverleihungen aber, die irrerweise den Academy Awards nachzueifern suchen, sind in Unwichtigkeit, im Drögesein--in allem eigentlich: schlimmer, schlimmer, schlimmer.

Dass heute praktischerweise bekannt wurde, dass Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki den Ehrenpreis der Stifter (für sein Lebenswerk oder so, welches auch, über lange Zeit, im Fernsehen erwirkt wurde) während der Gala ablehnte, verschaffte ihr vielleicht Zuschauerzahlen, die sie sonst nicht gehabt hätte. Mensch, selbst Freimuth Eigenbier schaute zu --allerdings, die meiste Zeit bei abgedrehtem Ton. Ein "Ausraster", wie ein neuerer der vielen Spiegel-Online-Artikel meint, war die Rede R-Rs nicht. Wer sich die Verleihung in Erwartung der Ablehnung anschaute konnte die Empörung nämlich verstehen, schließlich musste man sein Leiden, fast in Echtzeit, mit- und nachfühlen.
Quod licet Elke Heidenreich, licet Freimuth Eigenbier: Es war wirklich ein großer Blödsinn.

Ein kurzer Blick auf die (meisten) Kategorien, (viele der) Nominierten und auf (manche) Sieger sollte eigentlich reichen, dass zu sehen.
Marcel Reich-Ranicki aber scheint wirklich nicht gewusst zu haben, was ihn am gestrigen Abend in Köln zugemutet werden würde, sodass seine Ablehnung ebenso spontan, wie von ganzem und aus tiefstem Herzen kam --trotzdem äußerst eloquent vorgetragen wurde.
Fernsehdauerwurst und Mehrzweckwitzfigur Thomas Gottschalk, welcher den Abend moderierte konnte sich meist auf den Teleprompter verlassen, glänzte --nur sehr matt im Vergleich zu Ranicki, eher wohl: schimmerte, als er, um Deeskalation bemüht, spontan eine Diskussion(ssendung) im Fernsehen, mit ihm, mit Ranicki, mit Intendanten, anregte
Das scheint, wohl auch sehr bald, Wirklichkeit werden zu können, das Problem aber ebensowenig lösen, wie Polittalkshow das politische Geschehen ändern.** Ranickis Kritikrede wird vermutlich ein kurzer Augenblick des Guten im Schlechten (nicht des Richtigen im Falschen) bleiben-- einer mit Nachgeschmack dazu: schließlich bescherte er dem Blödsinn die Quote.


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Video-Link mit heute-Beitrag auf der Homepage des ZDF, welche aus dem sogenannten Literatur-"Papst" gar einen "Kritiker-Gott" macht. Autsch. Leider nur Schnipsel.

Bei sueddeutsche.de gibt's auch einige Artikel (dieser oder jener), aber besser noch: es gibt auch Ranicki als O-Ton. Also... äh, als Text.
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*...und hat, siehe oben, auch gewonnen.
** wie ich just im heute-journal hörte: am Freitag um 22.15h im ZDF.

Mittwoch, 3. September 2008

Mein alter Freund

Knapp drei Jahre nach "Mein neuer Freund", der Apdaption des britischen Formats "My New Best Friend" belebte Christian drei der dort auftretenden Charaktere wieder. Ja. Auch Alexander von Eich.


Diesmal gewinnt niemand 10.000 Euro und das ganze kommt auch nicht im Fernsehen, sondern kann im Internet angesehen werden. Auf ulmen.tv-- diese Seite leitet allerdings direkt zu der mir bisher völlig unbekannten und außerdem äußerst dumm betitelten Seite myspass.de.
Bisher hab ich mir nur eine kurze Folge mit Knut Hansen angesehen, der wie Borat Amerika, Bayern heimsucht. Begleitet von Kameras -- die Prämisse ist, dass eine Dokumentation über ihn gedreht wird. Erstaunlich ist vor allem, dass niemand die Figur zu kennen scheint. Bitter. Und fremdbeschämend. Insofern: Ziel erreicht. Oder?



Sonntag, 17. August 2008

'Neudeutsch'

Das Wort 'Neudeutsch' wäre ein Beispiel für sich selbst, hieße 'Neudeutsch' nicht in den meisten Fällen einfach: Englisch.
Siehe zum Beispiel hier, bzw. den Originalartikel hier.